Ableton Live + Apple Ipad as a Custom Midi Controller
How to set up Apple Ipad as a Custom Midi Controller for Ableton
Geschichten aus Minga
Zahnarzt aus R in M
Der erste Besuch. 8 Uhr.
Ich hatte einen Termin und keine Beschwerden.
Ich betrat die Praxis des Zahnarztes.
Der Rumäne machte die Aufnahme selbst, es war sonst keiner da. Er bat noch einen Moment Platz zu nehmen.
Dies tat ich im rechten Eck der Praxis, ein Wartezimmer gab es nicht. Von hier sah ich im Nebenraum eine kleine Spüle und ein voll beladenen Wäscheständer, mit trocknender weißer Arbeitskleidung. Auf einem kleinen Tisch lagen aufgeschichtet Zeitschriften. In der Überzahl war die Focus-Money. Auf einer Ausgabe der Gala klebte ein Hustenbonbon.
Zwei Praxishelferinnen betreten gelassen die Räumlichkeiten.
Zum Gruß fehlte Ihnen die Zeit.
Sie kleideten sich um.
Mit südosteuropäischen Akzent wurde ich von einer Hilfskraft zum Arzt hinein gebeten. Er verkündete 5 Zähne müssten gemacht werden. Er gibt sich Mühe mir Schäden zu zeigen. Ich sehe sie nicht. Er beendet die Untersuchung und bedeutete mich zum Empfang, an dem ich einen neuen Termin vereinbaren solle. Das tat ich.
Ich verließ die Praxis.
Der zweite Besuch. 10 Uhr.
Die Hilfskräfte sind bereits anwesend.
Nach kurzem Aufenthalt im großen Wartesaal werde ich diesmal zum Untersuchungsraum Nummer 2 geführt.
Nach dem unsanften Einsatz von kleinen Bleiplatten mittels Verklammerung an Wangeninnen- und außenseite wird der Zahn geröntgt. Die Helferin heftet das entwickelte Bild an einer Durchleutungsscheibe. Der Arzt betritt eilens den Raum.
Er sichtet routiniert die Photographie und sagt während dessen, dass er hoffe keine Wurzelbehandlung vornehmen zu müssen. Ich kann keinen Schaden feststellen.
Er geht in den Behandlungsraum Nummer 1 zurück.
Dort werde ich ,ihm später nachfolgend, mittels einer antiquierten Spritze im Mundraum betäubt.
Bis zum Einsetzen der versprochenen und erhofften Wirkung sehe ich mich um. Leichte Unsauberkeiten, glaube ich im Raum erkennen zu können, rechne diese aber dem Alter der Einrichtungsgegenstände zu. Zahnsplitter liegen in der Mundausspülvorrichtung verteilt. Die Beleuchtung erinnert mich an ein Weiß, welches man an Wänden von dort wohnhaften Rauchern gewöhnlich wahrnehmen kann.
Die Patienten schienen ein fast familiäres Verhältnis zum Praxispersonal zu pflegen. Es wird sich geduzt in der Sprache die ich verstehe. Irgendwie könnte man es hier gemütlich haben. Von der anschließenden Behandlung eines Backenzahnes merkte ich kaum etwas. Wahrscheinlich erfolgte keine Wurzelbehandlung. Fertig!
Der dritte Besuch. 10 Uhr.
Warten im Foyer. Kein Röntgen. Betäubung.
Der Arzt kündigt an, dass die Behandlung in 2-3 Minuten beginnen könne. Eine viertel Stunde später sehen wir uns dann wieder. Bohren diesmal im anderen unteren Backenzahn. Ich denke an den Film Der Marathon-Mann mit Dustin Hoffman und hoffe, dass die Betäubung nicht nachlässt. Füllung.
Erst gegen 14 Uhr ist meine Betäubung abgeklungen. Gegen 18 Uhr stelle ich fest, dass meine Plombe nicht mehr da ist. Muss sie wohl verschluckt haben.
Compressed
Ein Frosch schaute aus einem Briefkasten ihr direkt auf die zierlichen Füsse.
Aus der Einkaufstasche war ihr auf die Zehe Magerquark gekleckert.
Die Packung war aufgerissen worden als sie den feuchten Regenschirm in die schwarze Plastiktasche schob. Durch ihre wilde und ungestüme Art wurde auch das schwarze Stück periphoriert. Ein Nachbarsjunge wollte sie mit dem Tier beglückten, denn er wusste dass sie ganz alleine lebte. Plötzlich blieb mit quitschenden Gummi der Postbote vor ihr stehen. Er hatte auf dem Fahrrad ein kleines Eilpäckchen transportiert. Atemlos, nach Luft ringend, weil ihr weißes kleid vom aufspritzenden kalten Regenwasser ganz nass wurde, hielt sie einen Moment inne und spürte wie sich eine Gänsehaut auf ihrem wunderbaren Körper ausbreitete. Der einsame und pflichtbewusste Postbote, ein Mensch der mehr an inneren Werten interessiert war, dem stand mehr der Sinn nach seiner Aufgabe, würdigte sie keines Blickes und eilte zum Briefkasten, in dem er das Päckchen schob. Es war ein von ihr langerwartetes buch mit Spezialitätenrezepten aus Frankreich. Noch ehe die leidenschaftliche Genießerin sich der Sendung hingeben konnte, war der Froschkomprimierer auf seinem Fahrrad zu seinem nächsten Auftrag aufgebrochen…
Probe
Ist dir wie bei Regen zu Mute
Ist dir Sonnenschein im Blute
Willst du Schranken noch vereisen
Willst Du Wände endlich niederreißen
Warst du einst nicht vergreist
Warst Du einst allein verreist